Haftung
Wegweiser ins Chaos

Nachfolgend ein paar augenzwinkernde Hinweise für den direkten Weg zu Chaos, Katastrophen und Haftungsproblemen …

1. Bloß keine Informationen!

Vorab-Informationen über den Veranstaltungsort oder die Teilnehmer verderben ohne jeden Zweifel so manche Überraschung.

2. Absprachen im Team unbedingt vermeiden!

Konkrete Aufgabenzuweisungen und Termine verhindern jegliche Spontanität. Nichts ist lustiger als das ulkige „Der andere Betreuer hat aber gesagt – Spiel“.

3. Regeln sind überflüssig!

Kinder und Jugendliche müssen lernen, auch mal ohne Verhaltensregeln klarzukommen.

4. Animation nervt!

Kinder wollen nicht ständig bespaßt werden. Sie beschäftigen sich auch gerne mal allein. Jugendliche hängen ohnehin am liebsten mit der Clique ab.

5. Aufsicht zeugt von Misstrauen!

Kinder und Jugendliche müssen nicht beaufsichtigt werden. Sollte es wider Erwarten doch mal Streit geben, kommt sicher jemand zum petzen zu den Betreuern.

6. Bloß keine Hektik bei Streit unter den Teilnehmern!

Streitigkeiten werden unter Kindern und Jugendlichen immer sachlich ausdiskutiert. Meist vertragen sich die Streithähne schon nach kurzer Zeit von alleine. Zu Sachschäden oder Verletzungen kommt es nur in den Schauermärchen überängstlicher Juristen.

7. Süßigkeiten sind vollwertige Nahrung!

Spinat oder Nierenragout mag sowieso niemand. Hauptsache ist doch, dass die Kinder und Jugendlichen genügend Kalorien aufnehmen, um an den Programmaktivitäten teilzunehmen.

8. Bloß nicht eingreifen bei körperlichen Auseinandersetzungen!

Kinder und Jugendliche begreifen Konflikte immer als Chance für eine konstruktive Auseinandersetzung und müssen sich im Spiel der Kräfte ausprobieren. Wer von außen in das Geschehen eingreift, beraubt die Beteiligten der Chance wertvoller Erfahrungen.

9. Bestrafe einen, erziehe hundert!

Um sich bei den Kindern und Jugendlichen Respekt zu verschaffen, wirken „Schauprozesse“ wahre Wunder.

10. Hygiene wird überbewertet!

Körperhygiene ist Zeitverschwendung. Lediglich vor der Abreise/Abholung durch die Eltern erscheinen Maßnahmen der Körperhygiene angeraten.

Fazit:

Veranstaltungen mit Kindern und Jugendlichen lassen sich leichter in Haftungsfallen verwandeln als ein weißes Kaninchen in einen Blumenstrauß. Mit ein wenig Hintergrundwissen und dem richtigen Gespür lassen sich die meisten Fehler jedoch problemlos vermeiden. Informationen zu den Anforderungen an eine ordnungsgemäße Erfüllung der Aufsichtspflicht gibt es in unserem Beitrag:

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